Verbundvorhaben: Weiterentwicklung von Verbundelementen aus Textil und Schaumgips und Validierung der Ergebnisse am Objekt M1 Kunstzone - GIPSTEX Phase II; Teilvorhaben TITV Greiz "Entwicklung und Dessinierung von textilen 3D-Strukturen für eine flächige funktionale Gestaltung nach Maß unter Berücksichtigung von Verfülltechnologien"
Abstract
Das Forschungsprojekt GIPSTEX II knüpft direkt an das vorangegangene Projekt GIPSTEX an und verfolgt das Ziel, Verbundelemente aus Textil und Schaumgips zu einer individualisierten Gesamtlösung für ein Schaufensterobjekt im Vogtland weiterzuentwickeln. Aufbauend auf einem neuartigen, frei gestaltbaren Leichtbau-Verbundmaterial, das in GIPSTEX I erfolgreich konzipiert wurde, sollen die resultierenden Wand- und Deckenelemente funktional und ästhetisch im Demonstratorobjekt M1 Kunstzone in Gera umgesetzt werden. Im Fokus stehen die anwendungsspezifische Weiterentwicklung der Materialien und Herstellungstechniken, die Funktions- und Gebrauchstauglichkeitsnachweise sowie die Untersuchung der räumlichen Wirkung der Gesamtanordnung. Virtuelle 3D-Modelle dienen dabei als Grundlage, um die entworfenen Lösungen gezielt an die räumlichen Bedingungen des Demonstrationsobjekts anzupassen. Über den Projektzeitraum von 18 Monaten (01.01.2024–30.06.2025) erfolgt die Umsetzung in sechs Arbeitspaketen, die von der Materialentwicklung über die Gestaltung bis zur Demonstration reichen. Im Teilprojekt des TITV Greiz liegt der Schwerpunkt auf der Entwicklung und Dessinierung textiler 3D-Hüllstrukturen, der Optimierung der Gipsbefüllung sowie der Entwicklung von Befestigungs- und Aufständerungssystemen zur Prüfung und Montage der Leichtelemente. Die Projektergebnisse belegen, dass durch die GIPSTEX-Leichtelemente maßgeschneiderte, designorientierte und funktionale Lösungen für Wand- und Deckenanwendungen realisiert werden können. Sie eröffnen neue Gestaltungsmöglichkeiten für Architekten, Bauherren und Nutzer, insbesondere in der denkmalgerechten Innenraumgestaltung.